Donnerstag, 5. April 2012

April,April!


Eigentlich, so hatten viele Cochabambiner und ich gedacht, müsste die Regenzeit doch schon längst vorbei sein. Aber es hört und hört nicht auf zu regnen. Jetzt wo der April anfängt und wir hier in Bolivien langsam aber sicher in Richtung Winter zusteuern, wird sich das hoffentlich ändern.

Nichtsdestotrotz geht das Leben hier weiter, ob mit oder ohne Regenschirm. In meiner Projektstelle läuft alles wie gewohnt gut, meine Kreativität in der Kindertagesstätte wächst von Tag zu Tag. So habe ich mir zum Beispiel in der Außenstelle Tiquipaya eine Strategie überlegt, um die Kinder zum Fingernägel-Schneiden zu bringen. Die Abmachung war, dass sie am nächsten Tag mit ordentlich geschnittenen Fingernägeln erscheinen und ich sie ihnen anschließend mit grünem Nagellack bemale. Gesagt, getan!


..und die Jungs gingen leer aus


Dienstag, 3. April 2012

OruroOoOoO - Karneval der Gegensätze


Einen Tag später ging es für meine Mitfreiwilligen und mich nach Oruro zum größten Karnevalsfest des Landes. Aus allen Städten Boliviens und des Auslandes strömten die Menschen nach Oruro, um ein Teil dieses Spektakels zu sein. An diesem Karnevals-Wochenende reisen so viele Menschen nach Oruro, wie sonst das ganze Jahr nicht. Es beginnt mit einer Prozession, an der wir auch teilgenommen haben. Abgelöst wurden wir von den abertausenden Tänzern, die auf einer Strecke von 8 km einfach nicht müde wurden. Einzigartig! Ganze 12 Stunden schauten wir uns den Umzug an.
Zu sehen gab es die traditionellen Folkloretänze "Diablada" (Ouro), "Carporales"(Cochabamba), "Morenada" und "Tinku". 
Die atemberaubenden Kostüme der Tänzer werden jedes Jahr speziell für den Umzug in Oruro angefertigt, d.h. es gibt kein Kostüm im folgenden Jahr wieder zu sehen, auch wenn man es in diesem Jahr gefühlte 183 Mal gesehen hat.

Und hier die Gegensätze:

Frauen ...

..gegen Männer

Jung - Alt

Farbenfroh...

Schwarz - weiß



 Teufel..

und Engel

Tiere..


und Menschen


leicht bekleidet..

dick angezogen

weitere Bilder:

die Prozession


Die Jungfrau von Oruro

Ein geschmücktes Auto (wahrlich eine Kunst so Auto zu fahren)

Musiker

Frauen tanzen mit den Teufeln

die Freiwilligengruppe

meine Gastschwester als Caporales-Tänzerin

Montag, 26. März 2012

Warmi Alaaf!

Der Februar ist der Monat des Karnevals hier in Bolivien.  Ganze vier Wochen lang wird man auf den Straßen von anderen Mitfeiernden mit Wasserbomben abgeworfen oder mit Schaum besprüht.
Auch bei WARMI feierten wir diesen Anlass und nahmen an einem großen Kinder-Straßenumzug des Stadtviertels teil.


Verkleidet und geschminkt als Clown oder Püppchen fuhren wir gemeinsam auf einem Pick-Up durch die Straßen.Die älteren Kinder des Projektes haben mit ihrer "Cholita-Performance" den zweiten Platz belegt und Warmi toll repräsentiert!

 




Am Nachmittag verwandelten andere Erzieherinnen und ich die Kinder in Häschen, Bären, Schmetterlinge..
Bienchen..

..und Marienkäfer

Montag, 6. Februar 2012

Die Iguazú-Wasserfälle




Wow! Einzigartig! Imposant! Wunderschön! Beeindruckende Natur!

Kaum in Worte fassbar ist die Schönheit der Iguazú-Wasserfälle, die an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien liegen.
Mitte Dezember fuhr ich nach Brasilien, um mir das Unesco-Weltkulturerbe aus der Nähe anzuschauen.

Iguazú besteht aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Ihre Höhe beträgt 60 bis 80 Meter. Der Name ,,Iguazú" hat seinen Ursprung aus den guaranischen Wörtern ,,y" für Wasser und ,,guasu" für groß.
Das ist der theoretische Teil.

In der Praxis wird man von den hinabstürzenden Wassermassen überwältigt (und natürlich auch klitschnass). Man hört uns spürt die gewaltige Kraft des Wassers und kann es kaum fassen, dass das die pure Natur ist.

Ein Steg,der in Strömungen führt, ermöglichte es mir hautnah in diesem wundervollen Spektakel zu stehen.




Das Licht der Sonne wird durch das Wasser gebrochen und so entstehen inmitten der Wasserfälle viele kleine, farbenprächtige Regenbogen.


Wie sollte es auch anders sein? An jeder berühmten Sehenswürdigt findet man sie, die...

..."Kamera-Köpfe"




Zum Schluss noch ein paar Eindrücke:

eine wahnsinnige Kulisse







Ein einzigartiges Schauspiel

Freitag, 3. Februar 2012

Neuanstrich

Hier wird die Wand am Eingang des Projektes gestrichen





Am Ende jeden Jahres bekommt Warmi eine Rundumverschönerung.  So wurde auch im letzen Jahr ordentlich gemalt und gepinselt, damit die Wände des Projektes kindgerecht und in neuem Glanz erstrahlen.

"Wie mit Perwoll gewaschen!"



Sogar die Kleinsten halfen mit
Es wurden neue Hüpfekästchen aufgemalt..


..und gleich ausprobiert


Zu guter Letzt dufte ein Bild aller Mitarbeiter an der Außenwand natürlich nicht fehlen!

Hier bin ich gerade damit beschäftigt, den Gesichter Farbe zu verleihen.

 Das Gesicht der Direktorin Dona Elena wird mühevoll ausgemalt.